Mensch vs. Maschine: Ein brisantes Thema in Zeiten von Social Bots & Co.

von Alina Chivu

Bots und die Zukunft der Arbeit

Der Berliner Experte für Public Affairs und Digitale Kampagnen, Sergius Seebohm, beleuchtete in seinem Vortrag das Thema „Social Bots“ aus der Perspektive der Unternehmenskommunikation. Fakt ist: Die Bots kommen – und zwar in alle Bereichen unseres Privat- und Berufslebens. Ob Maschinen bald Menschen ersetzen werden? Das ist die Frage, die auch Fachkräfte aus der Kommunikationsbranche zunehmend beschäftigt.

Die ersten kreativen Werke, die nicht von Menschen, sondern von Maschinen geschaffen wurden, gibt es bereits. Der Trailer für den US-amerikanischen Sci-Fi-Film „Das Morgan Projekt“ ist zum Beispiel zu 100  % das Werk künstlicher Intelligenz. Heißt das, dass wir Menschen als Arbeitskräfte obsolet werden? Nicht unbedingt, wie Sergius Seebohm in seinem Vortrag zeigte: Es gibt Dinge, die Maschinen besser können, und es gibt Dinge, die Menschen besser können.

die bots kommen

Thesen über den digitalen Wandel

  • Wie der digitale Wandel das Kommunikationsmanagement verändern wird, erklärte der Referent anhand aktueller Trends. Hier nur einige Beispiele:
  • Wenn Algorithmen aufgrund von immer mehr Konnektivität, Datenverfügbarkeit und Datenverarbeitung menschliche Entscheidungen unterstützen oder sogar ersetzen: Müssen wir dann nicht auch in Kommunikationsteams mehr und bessere Qualifikationen haben, die diese Prozesse bewerten können?
  • Dank Big Data können wir Botschaften granular, d. h. für einzelne Personen, individualisieren.
  • Home Office und der „Always on“-Arbeits- und Lebensstil verlangen neue Ansätze für die interne Kommunikation.           
  • Zunehmende Datentransparenz und -manipulierbarkeit im Netz erfordern einen verantwortungsbewussten Umgang mit den gewonnenen Informationen über die Zielgruppen.         

Im Anschluss beschäftigten sich die Teilnehmer etwas intensiver mit dem Thema Bots in den sozialen Medien oder im Kundenservice. Das Fazit der lebendigen Diskussionsrunde: Social Bots können die Kommunikation mit den Kunden und Interessenten unterstützen, wie z. B. in Form interaktiver und individualisierter Informationsvermittlung – so etwa wie „FAQ 2.0“. Transparenz gegenüber den Zielgruppen ist dabei vorausgesetzt: Diese sollen wissen, dass hinter der Antworten ein Bot und nicht eine echte Person steht.    

Im zweiten Teil des DPRG-Abends ging es um zwischenmenschliche Kommunikation. Darüber können Sie in einem neuen Beitrag nächste Woche lesen.

Fotogalerie

  • DSC05716 blog
  • DSC05724 blog
  • DSC05726 blog
  • DSC05730 blog
  • DSC05731 blog
  • DSC05742 blog
  • DSC05746 blog
  • DSC05756 blog
  • DSC05760 blog
  • DSC05763 blog

Einen Kommentar verfassen

Kommentare

  • Keine Kommentare gefunden