Entwicklung von Personas: So geben Sie Ihrer Zielgruppe ein Gesicht

von Katharina Sylvester

Sie haben spannende Inhalte und möchten diese und auch an Ihre Zielgruppe weitergeben. Mit verständlichen und inhaltlich guten Texten allein ist es nicht getan.

Wo genau liegen die Bedürfnisse, Anforderungen und Interessen Ihrer Zielgruppe?

Geben Sie ihr ein Gesicht, damit sie nicht nur eine Masse uniformer und unbestimmter Menschen ist – definieren Sie eine Persona: So entsteht ein fiktiver Charakter, der stellvertretend für Ihre Zielgruppe als Adressat Ihrer Botschaften spürbar und greifbar wird.

 

Wie lernen wir unsere Persona (Zielgruppe) kennen und verstehen

Versetzen Sie sich in Ihre Zielgruppe hinein und stellen Sie sich konkrete Fragen: Welche Position nimmt die Zielgruppe typischerweise ein? Wo liegen Interessen oder mögliche Probleme? Was motiviert sie, was quält sie? Sammeln Sie intern im Team so viele Informationen wie möglich. In 10 einfachen Schritten entwickeln Sie daraus eine Persona.

 

Am Beispiel der Zielgruppe „Führungskräfte“ zeigen wir Ihnen, wie so eine Entwicklung funktioniert:

  1. Geschlecht, Name, Alter
    Ganz allgemein fangen wir an und werden darüber dann konkreter. Unsere Führungskraft ist heute männlich, heißt Constantin und ist 44 Jahre alt
  1. Titel/Position
    Constantin ist (stellvertretend für die gesamt Gruppe) Geschäftsführer einer Firma.
  1. Motto als Kernaussage
    Wir legen Constantin ein Motto in den Mund, welches ihn als Führungskraft beschreiben könnte: „Ich bin Einzelkämpfer mit Verantwortung.“
  1. Sorgen und Probleme
    Jeder hat Sorgen und Nöte, auch Ihre Persona. Wir definieren Constantins Pain Points: Er sorgt sich um die Zukunft und die Standortsicherheit des Unternehmens. Langsame interne Prozesse und die Konkurrenz bereiten ihm Kopfschmerzen.
  1. Leistung/Verantwortung
    Was von Constantin erwartet wird, lässt sich aus seinen Sorgen ableiten. Es unterliegt also Constantins Verantwortung, das Unternehmen innovativ in die Zukunft zu führen.
  1. Antrieb der Persona
    Da Constantins Leben nicht nur aus Problemen besteht, finden wir heraus, wo seine Motivation liegt: Wo sieht er sich, was bringt Spaß? Strategisches Arbeiten im Hintergrund als „Strippenzieher“ ist sein Ding. Spaß hat er am Austausch mit Gleichgesinnten.
  1. Entscheider oder Influencer
    Wichtig ist, zu sehen, an welchem Punkt des Verkaufsprozesses Constantin steht. Als Geschäftsführer ist es ganz klar Entscheider.
  1. Entscheidungsfindung
    Constantin trifft gut abgewägte Entscheidungen. Dazu gelangt er durch fachlichen Austausch, Expertenbefragung und persönliche Gespräche.
  1. Die richtigen Keywords
    Wenn wir wissen, wonach Constantin sucht, wissen wir auch, wie wir gefunden werden. Constantin ist zum Beispiel an interessiert an: Innovation, Zukunft, Management, Rentabilität.

  2. Wir bieten Lösungen
    Wir holen Constantin bei seinen Sorgen und Nöten ab und bieten uns als Sparringspartner an. Unsere Lösungsvorschläge: Expertise, Sicherheit, Orientierung.

 

Wir haben ein Bild im Kopf

Jetzt können Sie Ihren eigenen „Constantin“ konstruieren. Mit ihm oder ihr haben Sie immer ein konkretes Bild – die Persona – Ihrer Zielgruppe vor Augen. Beim Verfassen von Content wissen Sie, wer adressiert wird. Das hilft Ihnen, zielgenauer zu schreiben und den Nerv Ihrer Zielgruppe wirklich zu treffen.

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