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Interviews führen: Übung macht den Meister

von Katharina Sylvester

Interviews  finden nahezu überall statt. Ob auf einer Party, im Berufsleben oder beim Einkauf. Wir nehmen sie nur nicht bewusst als solche wahr.

Stellen Sie sich den Gang zum Bäcker vor: „Guten Tag, was kann ich für Sie tun?“ – „Hallo. Ich möchte gerne ein Körnerbrot.“ – „Geschnitten oder am Stück?“ – „Am Stück bitte.“ Auch dieses profane Gespräch ums Brot entpuppt sich beim genaueren Hinsehen als Interview.

 

Interviewtraining für bessere Ergebnisse

Um im Beruf mit Ihren Interviews die gewünschten Informationen zu bekommen, bedarf es allerdings ein bisschen Übung und Können. Selbst eine Kommunikationsagentur wie wir kann noch allerhand lernen. Deshalb haben wir ein internes Interviewtraining veranstaltet – mit vielen praktischen Übungen. Learning by doing.  

Gudrun Jay-Bößl, eine unserer Geschäftsführer und Coach für dieses Training, hat uns einige wichtige Sachen näher gebracht. Zum Beispiel, die richtige Vorbereitung, passende Körperhaltung, Tipps zum Mitschreiben und und und.

 

7-mal das Gleiche?

Wussten Sie, dass man von einer Person sieben verschiedene Antworten auf dieselbe Frage bekommen kann? Und dabei noch eine Menge über Interviews lernt? Wir waren alle überrascht, wie gut das funktioniert. In der anschließenden Praxisrunde konnten wir gleich selber einen Versuch starten, das bisher Gelernte ausprobieren und anwenden. Erstaunlich, dass manch kleine Kniffe schon Großes bewirken können. So bringt einem eine kurze Wiederholung der Antwort eine Bestätigung ab. Oder lässt Raum für Korrekturen.

Außerdem konnten wir alle sehen, welche Wirkung eine angepasste Körperhaltung des Interviewers hat: Durch das Nachahmen der Sitzposition fühlt sich der Befragte wohl und sicher. Dadurch kommt er besser ins Reden. Schließlich will man genau das als PRler erreichen: gute Antworten mit möglichst viel Information.    

 

Mitschreiben leicht gemacht

Die größte Hürde für uns im Training war das schnelle Mitschreiben. Ob am Telefon oder beim persönlichen Interview stellt es den Fragenden immer vor ein großes Problem. Genauso, wie das Schweigen beim Aufschreiben: Nichts ist schlimmer als peinliche Ruhe. Wie können wir damit umgehen ohne negativ aufzufallen?

Dass die Lösung ganz simpel ist, hätte keiner gedacht. Eine einfache Ankündigung des Mitschreibens erklärt entstehende Pausen. Und schnelles Schreiben ist Übungssache. Wenn man die Notizen hinterher ordentlich nacharbeitet, sind Abkürzungen und „Geschmiere“ beim Schreiben erlaubt.

 

Mehr Sicherheit, weniger Angst

Während des Trainings haben wir noch mehr solcher „Tricks“ gelernt. Ob über No Gos, richtige Fragestellungen oder den Umgang mit schwierigen Situationen: Es gab immer wieder praktische Teile, die uns das Gelernte besser vor Augen führten. Am Ende fühlten wir uns alle auf Interviewsituationen besser vorbereitet – uns wurde der „Schrecken“ genommen. Denn gerade im PR-Bereich stehen Interviews oft an, die wir nun besser angehen können.

Selbst wenn wir wie Sie schon viele Interviews geführt haben, trägt ein Training zur Selbstsicherheit und souveränem Auftreten bei. Wir alle haben bestimmt schon mal ein Interview mit dem Gedanken beendet „Das hätte ich doch eigentlich besser machen können!“. Wir können es jetzt.

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